BEITRAG

Löwendenkmal: Das Mahnmal der gefallenen Schweizer Gardisten

Löwendenkmal - Luzern

Eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Luzern ist mit Sicherheit das Löwendenkmal.

In Stein gemeisselt, erinnert ein überlebensgrosser, täuschend echter Löwe an die selbstlosen Helden der Schweizer Garde. Wie kam es dazu? Die Geschichte begann am 10. August 1792. An diesem Tag stürmten die Revolutionäre die von den Schweizern verteidigte Residenz des französischen Königs Louis XVI in Paris. In dem blutigen Gemetzel verloren rund 1’000 Schweizer Gardisten ihr Leben.

Karl Pfyffer gedenkt seinen Waffenbrüdern

Einer der 1’000 toten Schweizer hätte Karl Pyffer sein können. Der Gardist weilte an jedem Tag im August aber nicht in Paris, sondern in der Schweiz. Er hatte überlebt. Aber das Schicksal seiner Waffengefährten liess ihn nicht los. Er wollte den gefallenen Männern ein würdiges Denkmal setzen. An einer Felswand unterhalb des Wesemlin sollte ein Mahnmal entstehen. Eines, das an die unzähligen toten Schweizer erinnert, die so tapfer wie ein Löwe gekämpft hatten. Dafür spendeten Schweizern im In- und Ausland, der Kaiser von Russland, der König von Preussen sowie die französische Königfamilie einen angemessenen Betrag. Das Denkmal selbst wurde vom zu der Zeit berühmtesten Bildhauer Bertel Thorvaldsen innerhalb nur eines Jahres angefertigt.

Über eine Million Besuchern pro Jahr im Bann des sterbenden Löwen

Pro Jahr besuchen durchschnittlich 1.4 Millionen Gäste den 10 Meter breiten und 6 Meter hohen sterben Löwen. Dank diesen gerät das blutige Drama von Paris nicht in Vergessenheit. Ganz so, wie es sich Karl Pyffer gewünscht hatte.

Der gigantische Löwe hinterlässt auf jeden Besucher einen unvergesslichen Eindruck. Oder um es mit den Worten des amerikanischen Schriftstellers Mark Twain zu sagen: «Der Löwe von Luzern ist das traurigste und bewegendste Stück Stein der Welt».

 

© cityguide-luzern.ch

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